Indien - ein Land der Extreme
Asien hat viele Gesichter. Zuerst assoziiert man Asien jedoch mit China oder Japan. Wenn man hier in Deutschland sagt, man würde asiatisch Essen gehen, dann meinen wir in der Regel chinesisch, japanisch oder eventuell auch vietnamesisch oder thailändisch. Indien würde den meisten von uns dabei wahrscheinlich als Letztes einfallen.
Aber auch Indien gehört wie die anderen genannten Länder zum asiatischen Kontinent.
Vergleichbar ist es allerdings in keinster Weise mit Japan, einem modernen Industrieland.
Indien - das ist eine fremde Welt für uns Europäer.
Von Fortschritt ist in den meisten Gebieten noch wenig zu merken.
Vielmehr wird das Land von einem Bild der Armut beherrscht. Menschen leben in Slums oder unter primitiven Zeltplanen, haben kein Strom, kein Wasser, ja noch nicht einmal das Nötigste zum Leben. Zwangsehen gelten dort immer noch mehr als eine einvernehmliche seriöse Partnervermittlung. Menschen verhungern auf offener Straße, andere gehen vorbei, ohne es zu merken.
Der Unterschied zwischen arm und reich ist wohl in wenigen Ländern so extrem wie in Indien.
In Indien gibt es reiche Familien, die in prachtvollen Gebäuden wohnen, die ein Leben in Saus und Braus führen. Es gibt die modernsten Shoppingmalls mit Luxusartikeln im Überfluss.
Und es gibt das größte Leid, es gibt den allgegenwärtigen Hunger, Dreck und Ekel.
Wie können die reichen Menschen mit gutem Gewissen dort leben, wie können sie Zusehen, wie andere im Elend zu Grunde gehen? - Doch auch wir "reichen" Europäer schauen zu, wissen von den Problemen und fühlen uns trotz allem außer Stande etwas dagegen zu tun.